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Partnernews Dezember 2019

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Feuriger Jahreswechsel

Sturmfreie Bude – Bernadettes Eltern sind vereist. Bernadette hat ihren Freunden angeboten, die Silvesterparty im Elternhaus fortzusetzen. Doch die heitere Stimmung nahm je ein Ende, als die Jugendlichen beim Haus ankamen. Geschockt standen sie vor einer zerstörten Tür, dahinter ein völlig verrußter Vorraum. Was war geschehen? Ein Unbekannter hatte einen Feuerwerkskörper in den Postschlitz geworfen, der im Inneren des Hauses explodiert war. Da es sich um eine Sicherheitstür handelte, war der Schaden beträchtlich. Insgesamt betrugen die Kosten für die Reparaturen € 4.700,-.

Zahlt das die Versicherung?

Zum Glück hatten Bernadettes Eltern vorgesorgt und eine umfassende Eigenheimversicherung abgeschlossen. In diesem Fall wurde für Möbel sowie Kleidung im Vorraum aus der Haushaltsversicherung geleistet. Schäden an Gebäudeteilen, wie z.B. Wände, Parkettböden und die Eingangstür waren im Rahmen der Gebäudefeuerversicherung gedeckt. Sollte man den Schuldigen fassen, kann die Versicherung eine Regressforderung stellen.

Würde eine private Haftpflichtversicherung des Schuldigen einspringen?

Nein, diese Tat wurde vorsätzlich begangen und ist somit nicht versichert. Ganz anders liegt die Sachlage, wenn beim Zünden einer Feuerwerksrakete ein anderer aus Versehen zu Schaden kommt. Besonders zu Silvester kommt es häufig zu Zwischenfällen. So kann es passieren, dass eine Feuerwerksrakete auf ein Haus fällt und das Dach in Brand setzt oder dass ein Knallkörper eine Person verletzt.

Jedenfalls zählt das Abschießen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht zu den Gefahren des täglichen Lebens. Somit leistet die private Haftpflichtversicherung, wenn versehentlich ein Schaden verursacht wird. Voraussetzung ist natürlich, dass nicht gegen das Pyrotechnikgesetz verstoßen wird.

Was ist gesetzlich verboten?

Das Abschießen von Feuerwerkskörpern ist im Pyrotechnikgesetzt § 38 geregelt: Die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 ist im Ortsgebiet verboten. Der Bürgermeister kann mit Verordnung bestimmte Teile des Ortsgebietes von diesem Verbot ausnehmen, sofern nach Maßgabe der örtlichen Gegebenheiten durch die Verwendung Gefährdungen von Leben, Gesundheit und Eigentum von Menschen oder der öffentlichen Sicherheit sowie unzumutbare Lärmbelästigungen nicht zu besorgen sind. In der Praxis gibt es aber kaum einen Bürgermeister, der dieses Risiko auf sich nimmt.

5 Tipps für ein sicheres Feuerwerk:

1)     Kinder dürfen nie unbeaufsichtigt Böller oder Raketen zünden.

2)     Das Abschießen von Feuerwerkskörpern ist im Ortsgebiet verboten (Kategorie F2). In jedem Fall ist es in der Nähe von Krankenhäusern, Altersheimen, Tierheimen und Kirchen untersagt.

3)     Die Vorbereitung ist wichtig! Besichtige den Abschussplatz bei Tageslicht und achte auf einen ausreichenden Abstand zu Gebäuden, Strom- und Telefonleitungen sowie Bäumen.

4)     Warte mindestens fünf Minuten, wenn ein Feuerwerkskörper nicht zünden sollte und versenke den „Versager“ in einem mit Wasser gefülltem Kübel.

5)     Achtung Alkohol! Hände weg von Feuerwerkskörper, wenn du Alkohol getrunken hast. Auch wenn du „nur“ Zuseher bist, solltest du einen Sicherheitsabstand von 20 bis 30 Meter zur Abschussstelle halten.

Die NV wünscht ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.

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