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Partnernews Oktober 2018

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Im Internet lauern Gefahren

Internetkriminalität bzw. Cybercrime sind in aller Munde. Der Fortschritt in der IT verändert nicht nur das Wirtschaftsleben, sondern bietet den Angreifern im Internet auch immer raffiniertere technische Möglichkeiten, kriminelle Attacken zu starten. Jeder von uns kann davon betroffen sein. Dabei werden die Täter immer einfallsreicher und professioneller. Waren früher Phishing-Mails relativ leicht an den sprachlichen Unzulänglichkeiten zu erkennen, wird das heute deutlich schwieriger. Zusätzlich versuchen Kriminelle ihre Opfer in Stresssituationen zu bringen, etwa indem E-Mails kurz vor Büroschluss verschickt werden.

„Ich bin nur ein kleines Rädchen, an mir hat sicher niemand Interesse“ – diese Einschätzung kann trügerisch sein. Denn meist sind es nicht konkrete Angriffe von Betrügern, sondern Maschinen, die automatisiert nach Schwachstellen suchen und Angriffe auf Computer starten. Diesem System ist es egal, wer sich hinter dem Computer verbirgt. Das Schadenprogramm greift dort, wo es möglich ist.

10 Tipps – So schützen Sie sich vor IT-Kriminalität

1.    Schutz des PCs: Installiere vor der ersten Nutzung ein Anti-Viren Programm und eine Firewall und aktualisiere diese laufend.

2.    E-Mail und Chat: Lösche dubiose E-Mails von Unbekannten. Öffne keinesfalls die Anhänge solcher Mails. Achtung auch bei vermeintlichen Nachrichten einer Bank: Banken bitten Kunden nie per Mail, vertrauliche Daten bekannt zu geben.

3.    Software: Installiere keine Software von dubiosen Anbietern. Schadprogramme verstecken sich oft in Gratis-Downloads oder Raubkopien.

4.    Tauschbörsen: Achtung: Der Tausch von urheberrechtlichen Musik-, Film-, und Software-Kopien ist strafbar und stellt ein Risiko für den Erhalt von Schadprogrammen dar.

5.    Online-Shopping: Achte auf die Seriosität des Online-Anbieters. Zeichen dafür sind ein Impressum mit umfassenden Auskünften sowie klare Geschäftsbedingungen (AGB).

6.    Bezahlung im Web: Zur Bezahlung sollten Konto- oder Kreditkartendaten über eine verschlüsselte Verbindung übertragen werden, erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Adresszeile der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Browser. Vorauskasse per Überweisung ist zwar weit verbreitet, gilt aber generell als sehr viel riskanter.

7.    Online-Banking: Gib die offizielle Adresse der Bank direkt ein oder verwende ein Lesezeichen bzw. Favoriten. Die Verbindung zum Bankcomputer muss verschlüsselt sein (erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Adresse der Website). Benütze für den Zahlungsvorgang das mTAN-Verfahren. Dabei bekommst du auf dein Handy die TAN geschickt, die nur kurze Zeit gültig ist. Weitere Schutzverfahren sind eTAN und HBCI, bei denen der Kunde als Zusatzgerät einen TAN-Generator oder ein Kartenlesegerät nutzt.

8.    Private Infos, Fotos und Passwörter: Sei sorgsam, in welchen Foren und Communitys du Fotos und Kontaktdaten veröffentlichest. Schränke die Preisgabe deines Privatlebens weitgehend ein. Verwende für diverse Online-Registrierungen unterschiedliche Passwörter. Je länger und komplizierter diese sind, desto schwieriger sind diese zu knacken.

9.    Apps und Abofallen: Apps verursachen Kosten und können sensible Nutzerdaten übertragen. Installiere daher nur Apps über die offiziellen App-Shops, da diese überprüft werden und bei Problemen mittels Fernlöschung von deinem Handy entfernt werden.

10.  Angebote als Waren- oder Finanzagenten: Lehne grundsätzlich Angebote im Internet ab, als Waren- oder Geldvermittler zu arbeiten. Du musst mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn du Waren oder Gelder weiterleitest.

Quelle: bundeskriminalamt.at

Kann ich mich gegen IT-Kriminalität versichern?

Auch bei sorgsamen Umgang mit dem Internet kannst du von kriminellen Handlungen betroffen sein. IT-Kriminalität ist ein Risiko, das nicht nur Unternehmen, sondern zunehmend auch Privatpersonen trifft. Daher haben Versicherungen wie z.B. die Niederösterreichische Versicherung Produkte entwickelt, um ihren Kunden eine Vielzahl an nützlichen Informations- und Service-Leistungen und in bestimmten Versicherungsfällen auch Kostenersatz anzubieten. Für mehr Infos verwende folgenden Link:

www.nv.at/produkte/privat/24-stunden-soforthilfe/cyber-soforthilfe-inkl-kauf-und-kontoschutz

Fachchinesisch – was versteht man eigentlich unter einem reinen Vermögensschaden?

Wenn es um IT-Kriminalität geht, wird immer wieder der Begriff „reiner Vermögensschaden“ genannt. Darunter versteht man eine Situation, bei dem weder eine Person (durch Tötung, Verletzung, Schädigung der Gesundheit) noch eine Sache (durch Beschädigung, Vernichtung oder Abhandenkommen) einen unmittelbaren Schaden erleidet, jedoch durch ein schuldhaftes Verhalten einem anderen ein finanzieller Schaden zugefügt wird.

Ein Beispiel: Ein Kunde wird durch ein verlockendes Online-Angebot auf eine unseriöse Website geleitet. Er leistet eine Vorauszahlung, erhält aber keine Ware.

 

Die angeführten Beispiele dienen dem besseren Verständnis, bedeuten aber keine Deckungszusage für konkrete Schadenfälle. Diese werden im Einzelfall geprüft. Irrtümer vorbehalten.

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